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An den Vortrag über Fördermittel aus dem ELR-Programm schloss sich am Dienstag eine Bürgerversammlung an. Ende 2013 lebten 254 Personen in Kommingen, davon 129 weiblichen Geschlechts, sagte Ortsvorsteher Norbert Baumann. Es gab eine Eheschließung, einen Todesfall und eine Geburt. Seit Jahren nimmt die Bevölkerung ab, dem müsse man gegensteuern. Für die Verbesserung der Akustik im Gemeinschaftshaus stehen 16 000 Euro im Haushalt bereit. Es sollen zusätzliche Platten an der Hallendecke eingebaut werden. Eigentlich sollte der Abriss des seit fünf Jahren leer stehenden Gemeindehauses Ecke Hegauer- und Alpenstraße in diesem Frühjahr erfolgen. Die dafür vorgesehenen 33 000 Euro reichen aber nicht, da wegen der speziellen Entsorgung des Abbruchmaterials die Kosten höher ausfallen. Der Abbruch wird um ein weiteres Jahr auf 2016 verschoben. Am Friedhof wird im Herbst ein Teil der Hecke entfernt und durch neue Pflanzen ersetzt. Die Friedhofswege wurden bereits gerichtet. Die Rechtslage bei den Erschließungskosten der „Hochgärten“ sei schwierig, meinte Baumann. Der Ortschaftsrat sei hier bemüht, Schaden von der Stadt abzuwenden. Es geht darum, ob der geltende Bebauungsplan zu Lasten der Stadt geändert werden soll, um die Anlieger von den Kosten zu befreien. Der Gemeinderat werde demnächst über einen Änderungsantrag von Anliegern entscheiden. Baumann geht davon aus, dass die Angelegenheit gerichtlich überprüft wird, da der Rat eine Änderung wahrscheinlich ablehnt. Bernd Lohberger richtete inzwischen die durch einen auseinandergebrochenen Baum beeinträchtigte Sitzmöglichkeit auf dem Weg nach Riedöschingen wieder her. Der Ortsvorsteher ist sich sicher, dass die gesamte Dorfentwicklung den Ortschaftsrat Kommingen noch einige Zeit beschäftigen wird.

ELR-Rundgang mit Herr Lamm anschliessend Bürgerversammlung.

Kommingen mit seinen 287 Einwohnern hat eine Gemarkungsfläche von 454 ha. Das Dorf soll bereits zwischen Christi Geburt und 350 n. Chr. bestanden haben. Früher war Kommingen ein fast reines Bauerndorf, und auch heute wird dort noch viel Landwirtschaft betrieben. Wirtschaftlich und rechtlich war Kommingen eng an Tengen gebunden; und doch wurde der kleine Ort, ebenso wie Nordhalden und Epfenhofen, aufgrund einer freien Abstimmung der Bürger am 1.1.1971 nach Blumberg eingemeindet.

Noch heute gilt Kommingen als ein kleines idyllisches Dorf. Es liegt etwa 8 Kilometer von Blumberg entfernt und ist auch durch Wanderwege über den nahegelegenen “Randen” zu erreichen. Außerdem ist Kommingen selbst ein guter Ausgangspunkt für Höhenwanderungen. Bei guten Sichtverhältnissen kann man eine schöne Aussicht auf die Alpen und in Richtung Hegau/Bodensee genießen.